Doch spätestens wenn die neuen TV Geräte und Set-Top-Boxen durch interaktive Funktionen für neue Umsätze sorgen, werden auch die Manager wieder versöhnt sein: Alleine in den 100.000.000 amerikanischen Haushalten gibt es zumindest einen Fernseher, laut den Marktforschern von A.C. Nielsen läuft er im Schnitt 7 Stunden pro Tag. Seit Jahren arbeiten nicht nur in den USA viele daran, diese 700 Millionen Fernsehstunden pro Tag in Umsätze zu verwandeln.
Bei den TV-Sendern träumt man längst von der Zeit, in der jeder Zuseher ein im Fernsehen gesehenes Produkt gleich per Knopfdruck kaufen kann. Das Original-Dress des Fussball-Stars, die Vase aus der Soap-Opera und die Tasse des Late-Night-Talkmasters sollen dann zu neuen Einnahmequellen werden.
Auch wenn ein einheitlicher Standard für "intelligente" Fernsehgeräte mittlerweile gefunden ist, fehlt noch die ausreichende Verbreitung entsprechender Geräte bei den Konsumenten. Es gibt aber einige Anzeichen, dass das Fernsehen der Zukunft mehr ist, als der nächste Hype: Die Teleshopping-Anbieter machen längste Millionengewinne, Sender wie ZDF und RTL starten mit der Ausstrahlung interaktiver Sendungen, etwa über wetten und pokern, und die amerikanischen Käufer der deutschen Kabelnetze beginnen mit der technischen Aufrüstung für interaktive Angebote. Sie alle eint die Hoffnung, damit den Milliardenmarkt der Zukunft aufzubauen.